Virtuelle Maschinensteuerung

Bereits 2016 hatten wir auf der Building IoT viele neue Kontakte und Diskussionen, die uns im Nachgang weiter beschäftigten. Nach den guten Erfahrungen waren wir natürlich auch 2017 wieder mit einem Stand dabei. Diesmal traten wir gemeinsam mit Q-Loud und mit einem unserer HoloLens Showcases auf.

Der Showcase zog viele Besucher an. Darunter tummelte sich auch ein auf den ersten Blick relativ unscheinbares Unternehmen, mit dem wir später ein sehr erfolgreiches innovatives Projekt in Angriff nehmen sollten, bei dem die unterschiedlichen Säulen der Digitalisierung vorbildlich in einandergreifen:

Aus einer recht zwangslosen Unterhaltung über die HoloLens, Q-Loud und unser Leistungsportfolio entwickelte sich schnell ein umfangreiches Gespräch über verschiedene Integrationsansätze im Zeitalter der Digitalisierung, Steuerung von Maschinen über moderne Clients, Nutzung und Analyse von Daten bis hin zum Ändern von Mindsets. Wir diskutierten ungefähr drei Stunden und gingen dabei irgendwann vom gemütlichen Kaffee zu Feierabend-Bier und Fingerfood bei der Abendveranstaltung über.

Das Ergebnis: Mit Hilfe von Workshops und OC|lab® durften wir den Kunden künftig auf dem Weg der Digitalisierung unterstützen.

Der erste Schritt war, ein interner Innovationsworkshop, bei dem das Unternehmen eigene Ansätze validieren und neue Ideen generieren konnte. Frisches Blut und Gedankengut waren gefragt. Wir fackelten nicht lange und legten los!

Außer ein paar Bilder und Videos und ein paar rudimentären Informationen hatten wir zunächst nichts.

Entsprechend ins Blaue hinein entwickelte das Lab Team die ersten Ideen, die beim Kunden sofort sehr gut ankamen. Die Storys bewegten sich abseits der klassischen Wege, so ging es zum Beispiel um den Einsatz einer AR-Brille zur Steuerung einer Maschine oder die Sprachsteuerung für den Prozess an der Maschine.

Die neuen Ideen präsentierten wir beim Kunden vor Ort. Der Kunde entschied sich daraufhin für ein konkretes Projekt: Die Implementierung eines Microsoft HoloLens Showcases, bei dem über OPC UA mit einer Maschine kommuniziert wird.

Über knapp drei Wochen widmeten sich zwei Studenten aus dem Lab nur diesem Thema. Zuerst ging es darum, einfach an die Daten zu kommen. Hier half der Standard OPC UA. Diesen muss man sich wie eine SOA-Architektur für Maschinen vorstellen. Die Maschine erhält nicht nur Daten von der Maschine sondern kann selbst auch Daten und Befehle an die Maschine senden. Auf der Brille wurden nun Daten über die aktuelle Verarbeitung visuell dargestellt und eine direkte Steuerung der Maschine ermöglicht. Die Bedienung (z. B. bzgl. Geschwindigkeit, Statusabfrage oder Fehlermeldungen) war nun aus der Entfernung möglich. Es war also möglich, von jedem beliebigen Ort aus die Gesamtsituation im Blick zu behalten. In der Verarbeitung von Lebensmittel ist das auch aus hygienischen Gründen ein großer Vorteil.

Abgesehen davon, dass dies technisch spannend ist, durften die Studenten den Showcase direkt auf einer Hausmesse des Kunden zeigen und präsentieren. Ein breites Publikum bewunderte dort unsere Arbeit, und behielt uns im Gedächtnis.

Und so kam es, dass der Case schon ein halbes Jahr für eine andere Maschine und eine andere Messe angepasst werden. Hier war es von Vorteil, dass wir im ersten MVP sehr modular vorgegangen sind und die Steuerung via OPC erfolgte. Eine direkte Anbindung der Maschine wurde dadurch einfacher, da das Protokoll das Gleiche blieb. Und in der Anzeige konnten wir problemlos andere Aspekte hervorheben.

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